Sturmfrei für die Kinder – was ist zu beachten?

Sturmfrei für die Kinder...

Noch ist alles schön friedlich… © pixabay.de

Sturmfrei – Früher oder später müssen und wollen alle Kinder lernen, auch mal allein zuhause zu sein. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für ihre Eltern ist “sturmfrei” ein großer Schritt, der oft sehr aufregend ist. Hier ein paar Tipps, um die erste Gewöhnung zu erleichtern.

Sturmfrei – Nicht unter acht Jahren

Kinder unter acht Jahren sollten möglichst nicht unbeaufsichtigt zuhause bleiben. Stattdessen erklären sich vielleicht Großeltern, Nachbarn oder ein Babysitter bereit, im Notfall aufzupassen. Bei älteren Kindern solltet ihr als Eltern genau überlegen, wie viel sturmfrei ihr euren Kindern zutraut. Wie unabhängig sie in welchem Alter sind lässt sich nicht verallgemeinern, sondern hängt stark mit individuellem Charakter und Gemüt zusammen.

Langsam anfangen
Egal in welchem Alter ihr anfangt, eure Kinder ans Alleinsein zu gewöhnen – wichtig ist es, langsam damit anzufangen. Wenn Kinder aus heiterem Himmel plötzlich einen ganzen Nachmittag sturmfrei haben und auf sich allein gestellt sind, wissen sie unter Umständen nichts mit sich anzufangen oder fühlen sich unwohl, haben vielleicht sogar Angst. Deshalb ist es wichtig, Kinder zunächst nur für kürzere Zeitabschnitte allein zu lassen. So können sie sich langsam daran gewöhnen, ohne zuhause auf sich allein gestellt zu sein.

Vorbereitungen treffen
Werden die Kinder allein zuhause sein, solltet ihr als Eltern einige Vorbereitungen treffen. Sind die Kinder während der Mittags- oder Abendbrotszeit zuhause, sollte eine fertige Mahlzeit für sie bereitstehen, die einfach aufgewärmt werden kann. Falls es bestimmte Dinge gibt, die die Kinder erledigen sollen, schreibt diese am besten auf und platziert die Liste gut lesbar. Falls eure Kinder Schwierigkeiten haben, sich allein zu beschäftigen, könnt ihr schon vorab Spiele und Bastelsachen bereitlegen oder mit den Kindern zusammen eine Liste mit möglichen Spieleideen machen.

Erreichbar sein
Während die Kinder allein zuhause sind und sturmfrei haben, solltet ihr unbedingt erreichbar sein. Sorgt dafür, dass die Telefonnummern der Eltern neben dem Telefon stehen und seid unter diesen Nummern jederzeit zu erreichen. Wenn möglich, gebt euren Kindern auch einen alternativen Aufenthaltsort, falls es doch einmal einen Zwischenfall gibt. Das kann zum Beispiel ein freundlicher Nachbar sein, bei dem die Kinder klingeln können, falls einmal der Schlüssel klemmt oder es einen anderen Notfall gibt.

Die wichtigste Regel ist aber: Als Eltern könnt ihr am besten einschätzen, wie viel ihr euren Kindern zumuten könnt. Habt ihr das Gefühl, dass sie für eine ganz sturmfreie Bude noch nicht bereit sind, gibt es zahlreiche Betreuungsalternativen, z.B. Tageseltern, Jugendzentren, Ganztagsangebote der Schule oder ältere Schüler, die sich als Babysitter zur Verfügung stellen. Ihr seht, auch “sturmfrei” will gelernt sein…

Übrigens: Wer wissen will, woher die Redensart “Sturmfreie Bude” eigentlich kommt, sollte hier weiterlesen…

 

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