Grillen auf dem Balkon

Grillen auf dem Balkon

Das raucht ganz schön…

Am Sonntag haben wir euch – zur Einstimmung auf die Grillsaison – leckere Grillsoßen Rezepte vorgestellt. Da das Grillen der Deutschen liebstes Hobby ist – zumindest im Frühjahr, Sommer und Herbst – findet ihr hier einige Hinweise zum Grillen auf dem Balkon. Ist das eigentlich erlaubt? Worauf muss geachtet werden? Wie oft darf man grillen? Darf der Vermieter das verbieten? Fragen über Fragen. Wir stellen euch hier die wichtigsten Tipps und Hinweise zusammen.

1. Grillen auf dem Balkon oder im Garten ist grundsätzlich erlaubt

Wer auf dem Balkon oder im Garten grillen möchte, darf das grundsätzlich tun. Auch vegane Nachbarn müssen sich damit abfinden. Es gibt gemäß Deutschem Mieterbund jedoch zwei Ausnahmen:

2. Grillen auf dem Balkon oder im Garten nicht erlaubt, wenn

  • es gemäß Mietvertrag verboten ist
  • Rauch in die Nachbarwohnung zieht

Was bedeutet das jetzt für Grillfreunde? Zunächst den Mietvertrag checken, wenn Grillen verboten wurde, bleiben nur der Stadtpark oder der Garten von Freunden. Ist der Balkon oder Garten gegen den Wind ausgerichtet und zieht so Rauch in die Nachbarwohnungen, kann man das Grillen leider auch vergessen.

3. Häufigkeit des Grillens kann eingeschränkt werden

Da es nichts gibt, wofür wir Deutschen nicht vor Gericht ziehen würden, gibt es zur Grill-Häufigkeit bereits verschiedene Gerichtsurteile. So darf gemäß Landgericht Aachen 2 x im Monat im Garten gegrillt werden – von 17 bis 22.30 Uhr und zwar dort, wo es am weitesten vom Nachbarn entfernt ist – wer Pech hat, grillt also vor dem Komposthaufen.

In Bonn wurde entschieden, dass von April bis September 1 x im Monat Grillen auf dem Balkon oder Terrasse erlaubt ist und dass Nachbarn 48 Stunden vorher darüber informiert werden müssen.

Das Oberlandesgericht Oldenburg wiederum erlaubt Grillen im Garten 4 x im Jahr – bis 24 Uhr.

Es ist also wie so oft – man muss sich einfach mit seinen Nachbarn arrangieren und darauf Rücksicht nehmen, dass man nicht allein auf der Welt ist. So können Grillschalen und Alufolie helfen, die Rauchentwicklung zu vermindern. Auch ein Elektrogrill sorgt dafür, dass es nicht so stark raucht. Und spätestens um 22 Uhr ist dann Schluss mit lauter Musik und Party.

Die wahrscheinlich beste Möglichkeit, Beschwerden von Nachbarn zu vermeiden, ist, diese einfach miteinzuladen…

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Bildquelle: http://pixabay.com/de/users/15299/

 

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