Welches Mehl?

Welches Mehl verwenden?In vielen Rezepten – egal ob für Pizzateig, für Kuchen und Plätzchen oder Brot – wird oft einfach der Begriff “Mehl” verwendet. Da stellt sich die Frage: Welches Mehl ist gemeint? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Mehltypen?

Vorweg einige Informationen über Mehl: Generell kann gesagt werden – je niedriger die Zahl, desto niedriger der Mineralstoffgehalt. Mehl sollte vor Feuchtigkeit und Hitze geschützt aufbewahrt werden. Je niedriger die Typbezeichnung, desto länger lässt es sich lagern. Mehl kann von Mehlmotten bzw. deren Larven befallen werden. Dies sind kleine schwarze Krabbeltiere, die sich im Mehl tummeln. Sie sind nicht giftig oder so, sondern einfach nur eklig.

Jetzt aber eine kleine “Mehltyp-Beratung”:

Weizenmehl:

Mehl Type 405: Es ist das klassische Mehl, das in keinem Haushalt fehlen darf. Mehl Type 405 ist ein sehr feines Weizenmehl und enthält 405 Milligramm Mineralstoffe auf 100 Gramm Mehl. Verwendet wird es v. a. für Kuchen, Plätzchen, Torten, Biskuit und so weiter. 

Mehl Type 550: Es ist ebenfalls ein Weizenmehl und wird wegen seiner Klebereigenschaften gerne für Hefeteige – Kuchen und Pizza – verwendet. Auch wird im Stollen, Brot oder Brötchen dieses Mehl oft verwendet.

Mehl Type 812: Auch ein Weizenmehl. Dieses Mehl sieht man dann nicht mehr so häufig im Supermarkt. Es enthält höhere Schalenanteile und ist für helle Mischbrote geeignet. Wer Mehl Type 812 nicht zu kaufen kriegt, kann es sich selbst “herstellen”: 1 Teil Mehl Type 405 und 2 Teile Mehl Type 1050 mischen. Verwendet wird es für Brote und herzafte Teige.

Mehl Type 1050: Dieses Weizenmehl wird dann häufig zum Brotbacken verwendet. Es hat einen kräftigen Geschmack und ist für feine Kuchen & Kekse nicht geeignet.

Weizenbackschrot Type 1700: Dieses Mehl wird für Schrotbrote verwendet, es wird mit anderen Mehlsorten gemischt, da es wenig Gluten enthält und daher schlechte Klebereigenschaften hat. Es ist reich an Ballast- und Mineralstoffen. Ohne Keimling.

Roggenmehl:

Mehl Type 815: Eher seltenes Roggenmehl, das für hellere Brote verwendet wird.

Mehl Type 997: Roggenmehl für Mischbrote.

Mehl Type 1150: Ebenfalls für Mischbrote

Mehl Type 1370: Häufig vom Bäcker verwendetes Mehl, für Roggen- und Roggemischbrote.

Mehl Type 1740: Ebenfalls für dunkle Roggen- und Roggenmischbrote oder Brötchen. Häufig wird es in Sauerteigbrot verwendet. Es enthält ca. 10 % Eiweiß bzw. Proteine.

Roggenbackschrot Type 1800: Für dunkle Roggenschrotbrote, ohne Keimling, wird zusammen mit anderen Mehlsorten verwendet, hoher Anteil an Mineralien und Ballaststoffen.

Dann gibt es natürlich noch weitere Mehlsorten: Dinkelmehl, Maismehl, Buchweizenmehl und so weiter. Aber keine Angst, in den Rezepten wird auf besondere Mehle hingewiesen, so dass die Frage “Welches Mehl?” schon beantwortet ist. Wenn nichts erwähnt wird, einfach das Weizenmehl Type 405 oder 550 verwenden. Eins von beiden sollte immer im Haus sein.

 

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