Schädlinge im Haushalt – Teil 1

Schädlinge im Haushalt

Hier gehören sie hin!

Sorry, jetzt wird es ein wenig eklig. Leider können sich viele verschiedene Schädlinge im Haushalt aufhalten. Gegen einige kann man unternehmen was man will, sie sind einfach nicht totzukriegen (s. Hausstaubmilben), bei anderen ist schnelles und unbedingtes Handeln erforderlich (s. Schaben). Hier findet ihr jetzt eine Übersicht der häufigsten Schädlinge im Haushalt.

Ameisen: Im Frühjahr werden sie wieder aktiv – Ameisen. Egal welche Art, viele suchen jetzt nach Futter und kriechen durch kleine Ritzen in Fenstern oder Türen. Bei uns angekommen finden sie dann meistens, was sie suchen: Zucker, Früchte, Kuchenkrümel. Wer Ameisen in der Wohnung oder im Haus entdeckt, sollte zurückverfolgen, woher die kleinen Biester gekommen sind und die undichten Stellen abdichten. Die “Späher” sollten mit ihrer Information, dass bei uns etwas zu finden ist, nicht in das Ameisennest zurückkehren können. (Motto: Shoot the messenger!!).

Bettwanzen: Sicher sind Bettwanzen die Schädlinge im Haushalt, die wirklich niemand haben möchte: Es ist auch eine wirklich schreckliche Vorstellung – nachts werden wir im Schlaf von ihnen überfallen, sie krabbeln auf uns herum, während wir friedlich träumen, sie stechen uns und saugen unser Blut. Sie verstecken sich in unserem Reisegepäck, in gebraucht gekauften Möbeln und Teppichen und schleusen sich so bei uns ein. Dann warten sie tagsüber in Matratzen, unter Kissen, Tapetenrändern und in Fugen, um uns dann nachts… aber das hatten wir ja schon. Wer also morgens kleine Stiche an sich bemerkt, sollte als mögliche Ursache Bettwanzen nicht ausschließen. Wer einen Bettwanzenbefall feststellt, sollte unbedingt einen Profi ranlassen. Befallene Gegenstände können zwar aus der Wohnung entfernt oder eingefroren bzw. erhitzt werden, um sie von Bettwanzen zu befreien, dann können Tierchen und ihre Eier jedoch immer noch in Ritzen etc. lauern.

Brotkäfer: Werden oft mit Lebensmitteln eingeschleppt, die Käferlarven ernähren sich von Teigwaren, Knäckebrot, Reis, Gewürzen, Trockensträußen, Sämereien oder Tierfutter. Befallene Lebensmittel sind wegzuwerfen, was noch unbefallen aussieht, kann für mindestens 10 Stunden eingefroren werden – das überleben die Brotkäfer nicht. Schränke & Schubladen gründlich auswischen, auch die Ritzen. Bekämpfen kann man sie mit Klebefallen, es gibt auch Empfehlungen zum Einsatz von Schlupfwespen, die gerne die Käferchen essen. Was man dann jedoch mit den Schlupfwespen macht (die will man ja auch nicht in der Küche haben) weiß ich nicht…

Schädlinge im Haushalt

Hat hoffentlich keinen Floh!

Flöhe: Sind Schädlinge im Haushalt, die über unsere lieben Katzen und Hunde eingeschleppt werden. Wer einen Floh hat, wird es schnell bemerken – an den juckenden, kleinen Einstichen, gerne als Paar nebeneinander. Hier hilft dann nur gründlich saubermachen: Bettwäsche und Kleidung heiß waschen, mehrmals täglich staubsaugen und natürlich die lieben Haustiere mit Antiflohmittel behandeln. Leider helfen nicht alle Mittel gleich gut, also am besten den Tierarzt fragen und auch darauf hinweisen, wenn das Antiflohmittel nicht richtig gewirkt hat. Katzen und Hunde kann man auch regelmäßig mit einem Läusekamm kämmen, dann sieht man sofort, ob sich Flöhe eingenistet haben. Wer dann im Kamm einen Floh findet, sollte ihn in Spülmittelwasser ertränken – zerdrücken hilft oft nicht.

Fruchtfliegen: Frucht- oder Obstfliegen sind nicht wirklich Schädlinge im Haushalt, sie können aber eine echte Plage sein. Wir schleppen sie selber in unsere Küchen – mit Obst oder auch Blumenerde. Findet man die Tierchen, kann man verschiedene Fallen bauen, um sie um die Ecke zu bringen: Essig und Wasser mit einem Tröpfchen Spülmittel aufstellen, Zitronensaftfallen, Klebefallen (für Fliegen oder Motten). Damit sie nicht wiederkommen, schon im Supermarkt darauf achten, was in der Obst- und Gemüseabteilung rumfliegt. Wen aus einem Zwiebelnetz schon schwarze Wolken von Fruchtfliegen aufsteigen, sollte man diese nicht kaufen (denn dann ist auch mindestens eine verfaulte Zwiebel im Netz). Auch kann frisches Obst oder Gemüse zu Hause erst einmal gründlich gewaschen werden und auf das Aufstellen einer Obstschale verzichtet werden. Äpfel und andere Obst- und Gemüsesorten halten sich im Kühlschrank sowieso viel länger. Verschütteten Saft immer gleich aufwischen und den Biomüll häufig entsorgen.

Kellerasseln: Kellerasseln halten sich gerne dort auf, wo es feucht und dunkel ist und genügend organisches Material zum Fressen vorhanden ist. Ein Eindringen kann man verhindern, wenn die Fenster von Kellern und anderen dunkleren Räumen im Haus mit einem Fliegengitter abdichtet werden und Ritzen verschlossen sind. Haben Kellerasseln schon Quartier bezogen, können chemische Fallen aufgestellt werden oder die Tierchen einfach zerquetscht werden. Sie sind ja ziemlich groß und wer ein großes Herz hat, trägt die kleinen Krebschen in den Garten. Aufsaugen sollte man sie nicht, da sie doch so robust sind, dass viele das überleben und sich dann über den Staubsaugerbeutelinhalt hermachen. Hmm, lecker…

Kleidermotten: Kleidermotten sind Schädlinge im Haushalt, die sich von unserer Kleidung ernähren. Einen Befall bemerkt man ganz einfach an Löchern in wollhaltiger Kleidung. Wer Kleidermotten in seinem Schrank findet, sollten die Kleidungsstücke bei 60° besser 90° Celsius waschen. Wer der Meinung ist, dass der Wollpullover danach nicht mehr passt, friert seine Kleidungsstücke mindestens für 1 Woche ein. Auch diverse Klebefallen helfen. Schränke müssen dann gründlich ausgewischt und getrocknet werden. Duftsäckchen mit Lavendel, Zedernholz oder Walnussblättern im Schrank können einen Befall vorbeugen. Generell ist es wichtig, dass es im Kleiderschrank trocken ist, also darauf achten, dass gewaschene Wäsche auf wirklich trocken ist und den Schrank ruhig öfter lüften. Fliegengitter vor dem Fenster helfen, ein Eindringen der Motten abzuwehren.

Im zweiten Teil von “Schädlinge im Haushalt” geht es dann um Mäuse, Silberfischchen & Co. (Achtung! Keine Zoo-Doku…)

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Bildquellen:
1. Bild: Ameisen – pixabay.com/de/users/Hans/
2. Bild: Katze – pixabay.com/de/users/PublicDomainPictures/

 

2 Kommentare

  1. Sybillchen sagt:

    Uhhaa, bei manchen Tierchen gruselt es einen. Bettwanzen habe ich glücklicherweise nicht, aber irgend wie tauchen immer wieder Motten auf. Geholfen haben zumindest zeitweise, das Mottenpapier, aus der Drogerie und Lavendelduftöl, das ich auf Waschlappen getropft hatte und im Kleiderschrank und im Wohnzimmer hinter der Tür aufgehängt habe. Hin und wieder frische ich das auf. Man kann statt Waschlappen natürlich auch etwas Schickeres nehmen.