Haushaltsschädlinge – Teil 2

Haushaltsschädlinge: Mäuse und Ratten

So wird das nichts mit der Maus!

Nachdem in der letzten Woche Schädlinge wie Bettwanzen und Flöhe “vorgestellt” wurden, hier nun der 2. Teil der Haushaltsschädlinge, die uns oder unsere Lebensmittel befallen, oder die einfach nur lästig sind.

Mäuse/Ratten: Einige haben wahre Phobien, andere finden sie ganz niedlich – Ratten und Mäuse. Sind sie bei uns eingedrungen, sollte man sie dringend bekämpfen. Denn freilebende Nager können Infektionen wie das Hantavirus übertragen (Hier das Merkblatt des Robert Koch Institus dazu). Sie knabbern Kabel an oder fressen Lebensmittel auf. Ihr Kot verunreinigt unsere Häuser und Wohnungen, Keller und Garagen. Fangen kann man sie mit denn bekannten Schlagfallen. Hier wird ein Köder ausgelegt, sobald der Nager diesen frisst wird ein Bügel ausgelöst, der die Maus erschlägt. Andere nutzen Lebenfallen, kleine Käfige in die Mäuse und Ratten gelockt werden, der Käfig schließt sich. Was man dann mit den Tierchen macht, ist das nächste Problem – aussetzen? Vielleicht beim unliebsamen Nachbarn? Keine gute Idee… Gifte haben den Vorteil, dass die Ratten oder Mäuse nicht sofort sterben, sie verbluten innerlich nach einiger Zeit. Sie sterben also eher nicht vor der Haustür, sondern in ihren Nestern. Auch werden so andere  Ratten und Mäuse nicht “gewarnt”. Der Nachteil ist, dass sie nicht nur für Nager lebensgefährlich sind.

Wer auch das nicht mag, schafft sich eine Katze an. Wenn diese auf Zack ist, fängt sie mehrere Mäuse täglich und wenn sie mutig ist, putzt sie auch Ratten weg. Wem das alles zu unkreativ ist, kann sich bei Tom Inspiration holen… Übrigens, wer Ratten oder Mäuse entdeckt, muss seinen Vermieter unverzüglich informieren. Der ist für die Beseitigung dieser Haushaltsschädlinge zuständig.

Mehlkäfer: Mehlkäfer bzw. ihre Larven (die heißen dann Mehlwürmer) befallen Getreideprodukte. Wer sie entdeckt, muss die befallenen Lebensmittel entsorgen – entsorgen heißt dabei nicht, in den Abfallbehälter in der Küche werfen. Sie werden so dicht wie möglich in Plastiktüten verpackt und gleich in die Mülltonne geworfen. Alle Schränke gründlich auswischen, bis in die kleinste Ritze. Auch an nicht genutzte vorgebohrte Löcher für den Regalboden denken und diese am besten mit anorganischen Materialien (Silikon, Acryl) verstopfen. Mehlkäfer sind Zwischenwirt für den Rattenbandwurm und können diesen Parasiten auf Menschen übertragen. Vorräte am besten in fest verschließbaren Behältnissen aufbewahren und gegebenenfalls Fallen aufstellen. Also – gegen diese Haushaltsschädlinge unbedingt etwas unternehmen!

Mehlmotten: Sie sind in Mehl, Getreide, Reis, Müsli, Gewürzen und weiteren trockenen Lebensmitteln zu finden und gelangen über eingekaufte Lebensmittel in unsere Küche. Wer sie findet, muss die Vorratsschränke und -schubladen gründlich reinigen, am besten wie beim Mehlkäfer vorgehen.

Milben: Wir können sie zum Glück nicht mit bloßem Auge erkennen – Milben die sich im Hausstaub unterm Schrank, in der Matratze, im Sofa oder im Teppich tummeln. Der Kot der Milben kann Allergien auslösen. Wer nicht allergisch dagegen ist, findet diese Haushaltsschädlinge dennoch widerlich. Hier einige Tipps, was gegen Milben getan werden kann:

  • vor dem Bettenmachen Bettdecken gut auslüften und Schlafzimmer lüften (sie lieben das Klima, dass sich nachts im Bett entwickelt – schön warm, leicht feucht…)
  • Kuscheltiere & Co. für 1 Tag einfrieren
  • Teppiche durch Parkett o. ä. ersetzen und alle 2 Tage feucht wischen oder nur kurzflorige Teppiche auslegen und diese oft saugen
  • Teppiche & Polstermöbel mit Dampfreiniger reinigen
  • Polstermöbel absaugen, halbjährlich mit Pestiziden reinigen, die den Wirkstoff Akarizid enthalten (in der Apotheke erhältlich)
  • Matratzen Clean-Spray

Übrigens: Los wird man diese Haushaltsschädlinge nie. Bis zu 1,5 Millionen Milben machen es sich in unserem Bett gemütlich – schlaft gut!

Schaben: Sie sind wirklich, wirklich so ziemlich das ekligste, was sich in unseren Küchen tummeln kann – Schaben oder auch Kakerlaken. Die unterschiedlichen Arten will ich hier gar nicht beschreiben – einfach eklig. Bekämpft werden können sie mit Fressfallen, Klebefallen, Gels oder Sprays, aber ob ein Laie alle Verstecke findet, ist zweifelhaft. Am besten in einen Kammerjäger investieren.

Silberfischchen: Sie lieben feuchte Räume.  Wer Silberfischchen im Bad oder in der Küche hat, wird sie eher abends antreffen. Sie sind sehr lichtscheu und verkriechen sich in kleinste Ritzen und Spalten. Die gute Nachricht ist, dass sie sich wohl u. a. von Hausstaubmilben ernähren. Dennoch wollen wir sie eigentlich nicht zu Hause haben, auch wenn sie nicht wirklich Haushaltsschädlinge sind. Beseitigen kann man Silberfischchen mit Klebefallen oder – auch wenn das nicht jedermanns Sache ist – mit Sprays wie dem Ameisenspray von Raid. Hierfür alle Ritzen, die zu finden sind, aussprühen und anschließend gut lüften. Diese Maßnahme sollte dann mehrfach wiederholt werden, damit auch die Brut vollständig beseitigt wird.

Auch mögen sie wohl den Geruch von Zitrus-Reiniger nicht – also Bad, Küche oder Flur regelmäßig wischen. Dann sollten natürlich alle Fugenritzen etc. abgedichtet werden. Damit die Luftfeuchtigkeit in Räumen nicht so hoch wird, sollte nach dem Duschen/Baden ausreichend gelüftet werden. Wäsche sollte nicht in geschlossenen Räumen getrocknet werden.

So, dass war der kleine Exkurs des Grauens, den ersten Teil zu Schädlinge im Haushalt findet ihr hier…

 

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2 Kommentare

  1. Sohnemann sagt:

    Das mit den Milben werde ich mir mal genauer ansehen. Ich habe da einen ernsten Verdacht im Zimmer meiner Schwester, daher werde ich wohl anfangen ihre Stofftiere wie beschrieben in unsere Kühltruhe im Keller zu stecken… danke für den Tipp.

    • DieMami sagt:

      Dann drücke ich mal die Daumen und nicht vergessen, vorher deiner Schwester bescheid zu sagen, sonst sucht sie ihren Lieblingsteddy und findet ihn nicht…