Wie entsteht Wind? – Kinder fragen

Hier bei uns im Norden ist es eigentlich immer windig – mal mehr, mal weniger. Manchmal kommt dann auch ein richtiger Sturm und knickt Bäume um oder deckt Dächer ab. Vielleicht hören wir die Frage: “Wie entsteht Wind?” etwas häufiger als andere. Aber wie entsteht Wind ist für alle interessant zu wissen. Hier wieder eine Schritt-für-Schritt Erklärung:

Wie entsteht Wind?

Wie entsteht Wind?

Ganz schön windschief…

Das ist wichtig 1: Geraten Luftmassen in Bewegung, spüren wir das als Wind.

Das ist wichtig 2: Auch die Luft hat Gewicht, sie drückt auf Höhe des Meeres mit ca. 1.013,25 hPa (Hektopascal) auf die Erdoberfläche. Auf einem Barometer kann man diesen Druck “sehen.”

Das ist wichtig 3: Warme Luft ist leichter, sie steigt nach oben auf. Das können wir z. B. über einem warmen Heizkörper spüren. Der Druck, den die Luft ausübt, verringert sich dadurch (es ist ja jetzt weniger Luft da), es herrscht ein Tiefdruckgebiet (= weniger Druck).

Das ist wichtig 4: Kalte Luft ist schwerer als warme Luft, sie sinkt nach unten. Der Druck, den die Luft ausübt, erhöht sich (es ist jetzt mehr Luft da). Es herrscht ein Hochdruckgebiet (=mehr Druck).

Das ist wichtig 5: Die Sonne erwärmt die Erde – sowohl Wasser als auch Land. Über Landmassen wird die Luft schneller erwärmt als über Wasser (Wasser ist ein schlechter Wärmeleiter, darum dauert es auch so lange, bis sich das Meer oder auch Seen im Sommer erwärmt haben. Eine Straße z. B. ist rucki zucki warm und im Hochsommer auch manchmal richtig heiß). Durch das Aufwärmen wird die Luft leichter und sie steigt nach oben auf.

Das ist wichtig 6: Über dem Land “fehlt” jetzt Luft, da die warme Luft aufgestiegen ist. Die kalten und schwereren Luftmassen über dem Meer wollen diesen Zustand ausgleichen. Sie strömen vom Wasser aus in Richtung Land, um die unterschiedlichen Drücke auszugleichen. Das spüren wir als Wind!

Das ist wichtig 7:Unterschiedliche Windstärken entstehen dadurch, dass der Druckunterschied zwischen Land und Meer nicht immer gleich ist und durch unterschiedliche Entfernungen, die die kalte Luft überbrücken muss.

Wenn du im Sommer am Meer Urlaub machst, z. B. an der Ostsee, solltest du mal einen Tag lang – vom morgens bis abends – auf die Wellen achten:

Das Meer hat vielleicht 21°C – tagsüber und auch nachts. An Land ist die Luft morgens vielleicht nur 15° C warm. Morgens weht dann der Wind vom Land aus in Richtig Meer. Es sind kaum Wellen da. Tagsüber heizt sich dann das Land auf, du kannst kaum barfuß über den Sand laufen. Es sind vielleicht 28° C. Der Wind weht jetzt vom Meer aus in Richtung Land und es sind Wellen da.

Nun könnt ihr die Frage, wie entsteht Wind, beantworten. Wer seinen Kindern jetzt noch zeigen möchte, welche Auswirkungen Wind z. B. auf Flugzeuge hat, dem sei dieses Youtube-Video empfohlen.

Eine Übersicht aller Kinderfragen findest du hier…

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