Grundrezept: Hefeteig (süß)

Hefeteig - immer gut kneten

Kneten, kneten, kneten

Hefeteig ist absolut vielseitig einsetzbar – ob für Kuchen, Teilchen, Brot oder als Pizza-Grundlage. Hier findet ihr das Grundrezept für einen süßen Hefeteig. Ich weiß, dass viele sich nicht an einen Hefeteig wagen, es ist aber gar nicht so schwer und auch nicht kompliziert. Man braucht einfach Zeit und einen warmen Platz. Im Winter bietet sich ein Heizkörper an, im Sommer stelle ich die Schüssel aus (Keramik) in ein warmes Wasserbad, das geht auch.

Ein Hefeteig ist nicht husch husch zubereitet – man muss Zeit einplanen, sowohl für das Kneten als auch für das Aufgehen des Teiges. Und wer sich diese Zeit nimmt, kann sich über einen schönen lockeren Kuchen freuen. So geht’s:

Zutaten – Hefeteig (süß)

  • 500 g Mehl
  • 250 ml warme Milch
  • 100 g Zucker
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Salz

Eventuell für Streusel:

  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck.Vanillezucker
  • evtl. etwas Zimt

 

Zubereitung

1. Schritt – Rühren + Warten: Ich bereite zunächst einen Vorteig zu: Dafür in einer großen Schüssel die Hefe zerbröckeln und in der warmen Milch zusammen mit 1 EL Zucker auflösen (mit einem Löffel so lange rühren, bis keine Hefestückchen mehr zu sehen sind). Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für ca. 15 bis 20 Minuten gehen lassen. (Wo finde ich einen warmen Ort? s. o.)

2. Schritt – Kneten, kneten, kneten: Der Teig ist innerhalb dieser Zeit aufgegangen und hat sich in etwa verdoppelt. Jetzt die übrigen Zutaten hinzufügen: das gesiebte Mehl, Butter, Salz und Ei. Jetzt beginnt der schwierigste Part – das Kneten. Ich mache das per Hand und knete den Teig für ca. 12 – 15 Minuten! Ihr werdet dabei merken, dass der Hefeteig zunächst sehr klebrig ist. Das ist normal! Erst im Laufe des Knetvorganges wird er immer geschmeidiger bis er schließlich gar nicht mehr klebt – weder an der Schüssel noch an den Händen. Immer und immer wieder kräftig durchkneten.

3. Schritt – Warten + Kneten + Warten: Nachdem die Handballen schon ganz rot sind und die Hände schmerzen, den Hefeteig in der Schüssel zugedeckt ca. 45 – 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Nach dieser Zeit knete ich den Teig noch einmal kurz durch, er fällt dabei wieder etwas in sich zusammen. Erneut für weitere 20 – 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

4. Schritt – Ausrollen: Erneut durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte ausrollen.

5. Schritt – Warten: Für einen Hefe-Streuselkuchen den Teig auf Backblechgröße ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Den Hefeteig wieder zudecken und für ca. 15  Minuten ruhen lassen. Am besten auch an einem warmen Ort – entweder auf den Fußboden, wenn eine Fußbodenheizug vorhanden ist, oder ein sonniges Plätzchen suchen oder über ein warmes Wasserbad stellen. Der Teig, den wir erst mit einem Nudelholz plattgedrückt haben, geht jetzt wieder ein wenig auf.

6. Schritt – Streusel: In der Zwischenzeit die Streusel zubereiten. Dafür Mehl, Butter, Zucker und Vanille-Zucker (eventuell Zimt) in eine Schüssel geben und alles verkneten. Der Streuselteig ist sehr trocken und es braucht ein wenig Zeit, bis auch das letzte Mehl untergeknetet ist. Zu Streuseln zerbröseln und auf den Hefeteig geben.

7. Schritt – Backen: Den Kuchen für ca. 20 – 30 bei ca. 200° Celsius backen. Der Hefe-Streuselkuchen schmeckt warm am besten, lässt sich aber auch gut einfrieren. Guten Appetit!

Wer wissen will, wie das mit der Hefe und dem Aufgehen funktioniert, kann das hier nachlesen…

 

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